Viele Frauen fragen sich: „Verdiene ich eigentlich gut – oder werde ich unterbezahlt?“ Ein „gutes Gehalt als Frau“ ist kein eigener Maßstab, sondern das Gehalt, das Sie für Ihre Qualifikation, Ihre Branche und Ihren Arbeitsort fairerweise erhalten sollten – und zwar genauso wie ein Mann in derselben Position. Gleichzeitig zeigen Statistiken, dass Frauen im Schnitt noch immer weniger verdienen als Männer. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Ihr eigenes Gehalt realistisch einzuordnen, typische Gehaltsbandbreiten zu verstehen und konkrete Schritte für bessere Verhandlungen zu planen.
Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, viele Aussagen sind aber vergleichbar für Österreich und andere EU-Länder.
Fakten zu Gehältern und Gender Pay Gap
Die folgenden Zahlen geben einen Überblick, wo der Durchschnitt liegt und wie groß die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern derzeit noch ist.
| Thema | Zahl / Stand (ca.) | Was bedeutet das für Frauen? |
|---|---|---|
| Durchschnittliches Bruttomonatsgehalt Vollzeit (Deutschland, 2024) | ca. 4.600–4.700 € brutto / Monat | Vollzeitbeschäftigte verdienen im Schnitt gut 55.000 € brutto pro Jahr. Viele Frauen liegen wegen Teilzeit oder anderer Branchen darunter. |
| Median-Bruttojahresverdienst Vollzeit (Deutschland, 2024) | ca. 52.000 € brutto / Jahr (Median) | Die Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient mehr, die andere weniger. In Regionen mit hohen Lebenshaltungskosten ist deutlich mehr nötig, um „gut“ leben zu können. |
| Unbereinigter Gender Pay Gap Deutschland (Bruttostundenlohn) | 2023: 18 % – 2024: ca. 16 % | Frauen verdienen pro Stunde im Schnitt rund ein Sechstel weniger als Männer – über das ganze Erwerbsleben summiert sich daraus ein großer Unterschied. |
| Gender Pay Gap Österreich (Bruttostundenlohn 2023) | ca. 18,3 % | Auch in Österreich ist die Lohnlücke hoch, im EU-Vergleich sogar überdurchschnittlich. Unterschiede bestehen je nach Branche und Bundesland. |
| Typischer Verdienst-Unterschied Ost–West (Deutschland, 2024) | West: ca. 64.000 € / Ost: ca. 50.600 € brutto / Jahr | Region spielt eine große Rolle: In einigen westdeutschen Bundesländern liegen Gehälter deutlich höher als im Osten – wichtig für Ihre persönliche Einordnung. |
| Unteres Einkommenssegment | unter ca. 32.500 € brutto / Jahr (unterste 10 %) | Viele Frauen mit Teilzeit, Minijobs oder in schlechter bezahlten Branchen sind hier vertreten – ein „gutes Gehalt“ liegt klar darüber. |
| Sehr hohes Gehalt | ab ca. 80.000 € brutto / Jahr | Gehälter in dieser Größenordnung zählen in vielen Statistiken bereits zu den deutlich überdurchschnittlichen Einkommen. |
Wichtig: Diese Zahlen geben Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Prüfung. Ein „gutes“ Gehalt hängt immer von Branche, Region, Qualifikation, Erfahrung, Wochenstunden und Ihren persönlichen Lebenshaltungskosten ab.
Typische Gehaltsbandbreiten nach Jobbereich (Deutschland, Vollzeit)
In der Praxis ist es hilfreicher, sich an Ihrem konkreten Beruf zu orientieren. Die folgende Tabelle zeigt typische Bandbreiten für einige häufige Berufe. Sie gelten gleichermaßen für Frauen und Männer – in der Realität sind Frauen aber oft in den schlechter bezahlten Bereichen überrepräsentiert.
| Beruf (Beispiel) | Einstieg (ca. brutto / Jahr) | 3–5 Jahre Erfahrung | Erfahren / Leitungsfunktion | Was wäre hier „gut“? |
|---|---|---|---|---|
| Verkäuferin im Einzelhandel | 26.000–30.000 € | 30.000–35.000 € | 35.000–40.000 € | Im oberen Drittel der Spanne, also eher 35.000 €+ – plus Zuschläge und ggf. Tarif. |
| Bürokauffrau / Office Managerin | 30.000–35.000 € | 35.000–45.000 € | 45.000–55.000 € | Ab ca. 40.000 € im Innendienst, ab 45.000 € mit mehr Verantwortung. |
| Erzieherin / Pädagogische Fachkraft | 38.000–42.000 € | 42.000–48.000 € | 48.000–52.000 € | Gehälter im Bereich 45.000 €+ gelten hier meist als gut – vor allem mit entsprechender Stufe im Tarifvertrag. |
| Pflegefachkraft / Krankenschwester | 38.000–45.000 € | 45.000–52.000 € | 52.000–60.000 € | Ein Gehalt im hohen 40.000er- bis 50.000er-Bereich mit Zuschlägen ist meist gut, über 55.000 € sehr gut. |
| Marketing Managerin | 45.000–55.000 € | 55.000–75.000 € | 75.000–100.000 €+ | Im Marketing wird ein Gehalt deutlich über 60.000 € oft als gut, ab etwa 80.000 € als sehr gut wahrgenommen. |
| Softwareentwicklerin | 50.000–60.000 € | 60.000–80.000 € | 80.000–100.000 €+ | Ab ca. 70.000 € in Ballungsräumen ist das Gehalt meist gut, ab 85.000 € sehr gut. |
| Ingenieurin (verschiedene Fachrichtungen) | 47.000–55.000 € | 60.000–70.000 € | 70.000–90.000 €+ | Ein Gehalt im Bereich 65.000–75.000 € gilt häufig als gut, darüber hinaus als sehr gut. |
| Lehrerin / Lehrer an allgemeinbildender Schule | 45.000–55.000 € | 55.000–65.000 € | 65.000–75.000 € | Je nach Besoldungsgruppe sind Gehälter ab Mitte 60.000 € im höheren Erfahrungsbereich üblich und gut. |
| Kundenservice / Callcenter | 28.000–32.000 € | 32.000–38.000 € | 38.000–45.000 € | Im oberen Bereich der Spanne (ca. 38.000 €+) – ggf. plus Boni und Schichtzulagen. |
Die Werte sind gerundete Richtwerte aus verschiedenen Gehaltsstudien und dienen als Orientierung. Je nach Region (z. B. München vs. ländlicher Raum), Unternehmensgröße und Tarifbindung können Abweichungen nach oben oder unten erheblich sein.
Gehaltslevel im Vergleich: niedrig, durchschnittlich, gut, sehr gut
Um Ihr Gehalt einzuordnen, hilft ein Blick auf die typischen Einkommensbereiche in Deutschland (Vollzeit, brutto, ohne Sonderfälle wie Vorstände oder Spitzenverdiener):
| Level | Bruttojahresgehalt (ca.) | Einordnung | Typische Situationen |
|---|---|---|---|
| Niedrig | unter 32.500 € | Unteres Einkommenssegment, oft unterste 10 %. | Geringqualifizierte Tätigkeiten, viel Teilzeit, Minijobs, Einstiege ohne Ausbildung. |
| Unterdurchschnittlich | ca. 32.500–43.000 € | Unterhalb des Median, in teuren Städten oft knapp. | Einzelhandel, einfache Büro- oder Servicejobs, häufig mit wenig Tarifbindung. |
| Durchschnittlich | ca. 43.000–55.000 € | Rund um den Median der Vollzeitbeschäftigten. | Viele Fachkräfte mit Ausbildung oder Bachelor-Abschluss in mittelgroßen Unternehmen. |
| Gut | ca. 55.000–70.000 € | Über dem Durchschnitt, in vielen Berufen oberes Drittel. | Erfahrene Fachkräfte, erste Führungsverantwortung, gefragte Profile, teure Regionen. |
| Sehr gut | ab ca. 70.000 € | Deutlich überdurchschnittliches Gehalt. | Leitungsfunktionen, spezialisierte Fachrollen, IT, Technik, Vertrieb, Management. |
Ein „gutes“ Gehalt ist also meist ein Gehalt, das:
- über dem Median der Vollzeitbeschäftigten liegt, und
- im oberen Teil der Bandbreite Ihres konkreten Berufs und Ihrer Region liegt.
Wichtig: Als Frau sollten Sie sich nicht an einem „Frauen-Niveau“, sondern immer an der üblichen Spanne für Ihre Tätigkeit insgesamt orientieren.
Ursachen & Zusammenhänge: Warum Frauen oft weniger verdienen
Dass viele Frauen weniger verdienen als Männer, hat mehrere Gründe, die sich teilweise überlagern:
- Branchenunterschiede: Frauen arbeiten überdurchschnittlich häufig in Branchen mit geringeren Löhnen (z. z. B. Einzelhandel, Pflege, Erziehung, Büro), Männer häufiger in höher vergüteten technischen oder industriellen Berufen.
- Teilzeit & Erwerbsunterbrechungen: Familienarbeit, Care-Arbeit und Teilzeit liegen oft bei Frauen. Das bremst Karriere- und Gehaltsentwicklungen, obwohl die Qualifikation meist nicht geringer ist.
- Karrierewege: Männer sitzen öfter in Führungspositionen. Dort sind die Gehälter deutlich höher – und damit wächst auch der durchschnittliche Abstand.
- Lohnstrukturen in Unternehmen: Intransparente Gehaltssysteme, individuelle Verhandlungen und „historisch gewachsene“ Unterschiede begünstigen unfaire Lohnspannen.
- Diskriminierung: Ein Teil der Lohnlücke lässt sich laut Studien nicht erklären – hier vermuten Forschende direkte oder indirekte Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.
Rechtlich ist klar: Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit ist verpflichtend.
Dafür gibt es in Deutschland u. a. das Entgelttransparenzgesetz und eine EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz. In der Praxis müssen Beschäftigte ihre Rechte aber oft aktiv einfordern.
Messung & Vergleich: Wie finde ich heraus, ob mein Gehalt gut ist?
Um zu prüfen, ob Ihr Gehalt „gut“ ist, gehen Sie am besten systematisch vor:
- Schritt 1: Beruf und Profil definieren
Welche genaue Berufsbezeichnung, Branche, Region, Unternehmensgröße und Verantwortungsstufe haben Sie? Ohne diese Angaben sind Gehaltsvergleiche ungenau. - Schritt 2: Gehaltsstudien & -rechner nutzen
Nutzen Sie mehrere Gehaltsrechner und Studien (z. z. B. von Statistikämtern, Gewerkschaften, Portalen), um eine Bandbreite zu bekommen, nicht nur einen Wert. - Schritt 3: Tarife & Betriebsvereinbarungen prüfen
In vielen Branchen (z. B. öffentlicher Dienst, Pflege, Erziehung, Metall, Chemie) gibt es Tarifverträge mit klaren Tabellen und Stufen. - Schritt 4: Stellenausschreibungen vergleichen
Immer mehr Anzeigen nennen Gehaltsspannen. Vergleichen Sie ähnliche Positionen in Ihrer Region und merken Sie sich die wiederkehrenden Bereiche. - Schritt 5: Netzwerk nutzen
Kolleginnen, Kollegen, Berufsverbände und Netzwerke können ein realistisches Bild geben, welche Gehälter tatsächlich gezahlt werden. - Schritt 6: Stundenlohn und Arbeitszeit betrachten
Gerade bei Teilzeit: Schauen Sie auf den Bruttostundenlohn, nicht nur auf den Monatsbetrag. Ein „kleiner“ Monatslohn kann bei wenigen Stunden trotzdem ein fairer Stundensatz sein – oder auch nicht.
Wenn Sie feststellen, dass Ihr Gehalt mehr als etwa 10–15 % unter dem typischen Bereich Ihrer Tätigkeit liegt, sollten Sie genauer nachfragen und über eine Anpassung verhandeln.
Lösungen & Strategien: So verhandeln Sie ein gutes Gehalt
Ein gutes Gehalt fällt selten vom Himmel. Diese Strategien helfen Ihnen, Schritt für Schritt dorthin zu kommen:
- Marktwert kennen: Sammeln Sie Zahlen aus mehreren Quellen und legen Sie sich eine eigene Zielspanne zurecht (z. B. „fair wären 50.000–55.000 €, ich ziele auf 53.000 €“).
- Leistungen sichtbar machen: Notieren Sie konkrete Beiträge (Projekte, Umsatz, Qualitätsverbesserungen, Verantwortung), die Sie ins Unternehmen einbringen.
- Strukturiert verhandeln: Gehen Sie mit klarer Argumentation ins Gespräch: Marktwert, eigene Leistung, Verantwortung, ggf. Vergleich mit Tarif oder branchenüblichen Werten.
- Gesamtpaket betrachten: Neben dem Grundgehalt zählen auch Urlaubstage, flexible Arbeitszeit, Homeoffice, Weiterbildung, Bonus, betriebliche Altersvorsorge, Zuschläge und Dienstwagen.
- Gender-Perspektive einbringen: Fragen Sie – höflich, aber bestimmt – nach Gehaltsstrukturen, Kriterien und Transparenz. Verweisen Sie darauf, dass gleiche Arbeit gleich bezahlt werden muss.
- Langfristig planen: Investieren Sie in Qualifikationen, die Ihren Marktwert erhöhen (z. z. B. Spezialwissen, Zertifikate, Sprachen, Führungsverantwortung).
- Wechsel als Option prüfen: Wenn intern nichts geht, kann ein Jobwechsel – besonders in gefragten Branchen – Sprünge von 10–20 % und mehr bringen.
Praxisbeispiele: Was heißt „gutes Gehalt“ konkret?
- Beispiel 1 – Anna, 27, Marketing in Köln
Anna arbeitet seit drei Jahren als Marketing Managerin in einem mittelgroßen Unternehmen und verdient 42.000 € brutto im Jahr. Gehaltsstudien zeigen für ihre Rolle eher 45.000–60.000 €. Ihr aktuelles Gehalt liegt damit eher im unteren Bereich. Ein „gutes“ Gehalt für ihr Profil wäre realistischerweise ab etwa 50.000 € brutto. - Beispiel 2 – Fatma, 35, Pflegefachkraft in einer Klinik
Fatma arbeitet Vollzeit im Schichtdienst und kommt inklusive Zulagen auf rund 50.000 € brutto im Jahr. Für Pflegeberufe liegen viele Durchschnittswerte im Bereich um 45.000 €. Ihr Gehalt liegt damit eher im oberen Bereich – es ist für ihre Branche und Belastung als gut zu bewerten. - Beispiel 3 – Lena, 40, Softwareentwicklerin (remote für ein Unternehmen in München)
Lena hat zehn Jahre Berufserfahrung und verdient 78.000 € brutto im Jahr. Für erfahrene Entwicklerinnen in Ballungszentren liegen übliche Gehaltsbereiche bei etwa 70.000–90.000 €. Ihr Gehalt ist damit klar überdurchschnittlich und kann als sehr gut gelten.
Aktuelle Expert:innen-Meinungen (Auswahl)
Verschiedene Institutionen und Fachleute betonen ähnliche Punkte, wenn es um faire und gute Gehälter für Frauen geht:
- Statistische Bundesämter weisen darauf hin, dass der unbereinigte Gender Pay Gap in Deutschland und Österreich weiterhin deutlich zweistellig ist. Das zeigt, dass strukturelle Unterschiede noch nicht abgebaut sind.
- Arbeitsagenturen und Wirtschaftsforschungsinstitute betonen, dass Teilzeit- und Branchenwahl einen großen Einfluss auf das Einkommen haben – und dass Frauen hier besonders betroffen sind.
- Gleichstellungsstellen und Frauenministerien verweisen darauf, dass ein Großteil der Lohnlücke nicht durch Qualifikation oder Beruf erklären lässt und daher mit Geschlecht und Diskriminierung zusammenhängen dürfte.
- Gewerkschaften plädieren für mehr Tarifbindung und transparente Gehaltsstrukturen, weil Frauen von klaren Tabellen und Stufen deutlich profitieren.
- Gehaltsreports großer Jobportale zeigen, dass Gehälter ab etwa 70.000–80.000 € brutto im Jahr für viele Berufe bereits deutlich über dem Durchschnitt liegen, aber trotzdem geschlechtsspezifische Unterschiede existieren.
- Spezielle Studien zu Marketing, Vertrieb und Tech stellen fest, dass Frauen in Führungspositionen in diesen Bereichen teils über 20 % weniger verdienen als Männer – trotz ähnlicher Verantwortung.
- Fachleute zu Entgelttransparenz sehen in neuen EU-Regeln zur Lohntransparenz eine Chance, unfaire Unterschiede aufzudecken und Schritt für Schritt zu schließen.
- Berufsverbände empfehlen Frauen, Gehaltsverhandlungen gezielt zu üben und sich nicht zu scheuen, in Richtung oberes Marktsegment zu verhandeln – insbesondere bei Berufswechseln.
- Karriere-Coaches raten, „innere Gehaltsgrenzen“ kritisch zu hinterfragen: Viele Frauen setzen ihre eigenen Erwartungen zu niedrig an, obwohl der Markt mehr hergeben würde.
- Gleichstellungsorganisationen betonen, dass „ein gutes Gehalt als Frau“ im Grunde einfach ein faires Gehalt ist – also ein Gehalt, das geschlechtsunabhängig für die gleiche Arbeit bezahlt wird.
FAQ: Häufige Fragen zum Thema „gutes Gehalt als Frau“
Ist ein „gutes Gehalt als Frau“ etwas anderes als für Männer?
Nein. Rechtlich und sachlich gilt: Gleiche oder gleichwertige Arbeit muss gleich bezahlt werden – unabhängig vom Geschlecht. Ein „gutes Gehalt“ sollte sich immer an der üblichen Spanne für Ihre Tätigkeit insgesamt orientieren, nicht an einem niedrigeren „Frauen-Niveau“.
Ab welchem Betrag gilt ein Gehalt in Deutschland als gut?
Als grobe Orientierung gilt für Vollzeit: Gehälter im Bereich von etwa 55.000–70.000 € brutto im Jahr liegen über dem Durchschnitt und werden in vielen Berufen als gut gesehen. Wichtig sind aber immer Beruf, Region und Erfahrung.
Wie erkenne ich, ob ich unterbezahlt bin?
Wenn Ihr Gehalt deutlich (z. z. B. mehr als 10–15 %) unter typischen Werten für Ihre Branche, Region und Erfahrungsstufe liegt, kann das ein Hinweis sein. Nutzen Sie Gehaltsrechner, Tariftabellen, Netzwerke und Stellenanzeigen zum Vergleich.
Was ist ein gutes Gehalt mit 25 Jahren?
In vielen Berufen sind für Berufseinsteigerinnen Bruttogehälter zwischen etwa 35.000 und 45.000 € realistisch. In stark gefragten Bereichen wie IT oder Ingenieurwesen können Einstiegsgehälter auch bei 45.000–55.000 € liegen. Teilzeit drückt den Jahresbetrag entsprechend.
Was ist ein gutes Gehalt mit 30 oder 35 Jahren?
Mit einigen Jahren Berufserfahrung liegen gute Gehälter oft im Bereich von 45.000–60.000 € brutto im Jahr – je nach Branche und Region. In verantwortungsvollen Positionen oder Mangelberufen sind auch 60.000 € und mehr realistisch.
Wie wirkt sich Teilzeit auf mein „gutes Gehalt“ aus?
Bei Teilzeit ist der Jahresbetrag niedriger – entscheidend ist der Bruttostundenlohn. Fragen Sie sich: Liegt mein Stundenlohn im Rahmen dessen, was Vollzeitkräfte in ähnlichen Aufgaben verdienen, oder deutlich darunter?
Kann ich in sozialen Berufen überhaupt ein „gutes“ Gehalt erreichen?
Ja, aber die Spanne ist enger als in manchen technischen oder kaufmännischen Berufen. In Pflege, Erziehung oder Sozialarbeit gelten Gehälter im oberen Bereich der Tariftabellen, inklusive Zulagen und Erfahrungsstufen, als gut.
Ist ein Gehalt von 3.000 € netto im Monat ein gutes Gehalt?
Das hängt von Ihrer Lebenssituation ab. Für viele Alleinstehende ohne hohe Fixkosten ist das ein gutes Einkommen. In teuren Großstädten mit Familie, hoher Miete oder Alleinverdiener-Situation kann es sich dagegen nur „okay“ anfühlen.
Wie kann ich als Frau besser verhandeln, ohne „unbeliebt“ zu werden?
Konzentrieren Sie sich auf Fakten: Marktwerte, eigene Leistung, Verantwortung und konkrete Ergebnisse.
Sprechen Sie ruhig, sachlich und vorbereitet. Fragen Sie nach nachvollziehbaren Kriterien und Gehaltsbändern, statt „irgendeinen“ Betrag zu fordern.
Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber keine Transparenz über Gehälter zulässt?
Nutzen Sie externe Quellen (Studien, Portale), tauschen Sie sich vertraulich mit Kolleginnen und Kollegen aus und beziehen Sie ggf. den Betriebsrat ein. Je mehr Transparenz es gibt, desto schwerer ist es, unfaire Unterschiede zu rechtfertigen.
Ab wann lohnt sich ein Jobwechsel wegen des Gehalts?
Wenn Ihr Gehalt dauerhaft deutlich unter Markt liegt, sich intern nichts bewegt und Sie bereits mehrere sachliche Versuche unternommen haben, kann ein Wechsel sinnvoll sein. Besonders bei gefragten Profilen sind Gehaltssprünge von 10–20 % und mehr möglich.
Was ist ein gutes Gehalt als alleinerziehende Mutter?
Hier spielen Wohnkosten, Kinderbetreuung, Unterhalt und Unterstützungsleistungen eine große Rolle. Grundsätzlich sollten Sie versuchen, eher im „guten“ Bereich (über dem Durchschnitt) zu liegen, weil Ihre finanzielle Verantwortung höher ist. Eine individuelle Budgetplanung ist hier besonders wichtig.
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